F: Wie waren Ihre Erfahrungen in Tschechien beim Semifinale?
A: Ich war zuvor noch nie in Tschechien gewesen und hatte auch noch nie zuvor die Gelegenheit, die Gastfreundschaft des PokerRoom Teams zu erleben. Also, ich muss sagen, ich war von beidem enorm beeindruckt. Obwohl ich an Autorennen nicht besonders interessiert bin, machte mir das nichts aus, da der Service des PokerRoom Teams einfach hervorragend war. Und auch wenn einem der Rennsport nichts gibt, ist es dennoch ein besonderes Erlebnis, wenn hunderte Autos mit 240 km/h an einem vorbeiglühen!

F: Waren Sie beim Semifinale nervös?
A: Ich spielte das erste Mal an einem Tisch vor laufenden Kameras, trotzdem war ich nicht besonders nervös. Die Lichter und Kameras machten mir überhaupt nichts aus. Etwas störender empfand ich dagegen, dass wir das Spiel wegen Toneinstellungen und Interviews unterbrechen mussten! Ansonsten fand ich es überhaupt nicht stressig. Ich wusste, was ich zu tun hatte: nämlich das Turnier gewinnen. Der zweite Platz war nichts wert. Deshalb sagte ich mir bei jedem Spielzug, dass ich mir alle Chips holen musste und dass der zweite Platz im Prinzip um nichts besser war als der letzte.

F: Haben Sie noch Kontakt zu anderen Qualifikanten, die Sie auf Ihren Reisen kennen lernten? Kommen Fans mit Ihnen nach Wien, um Sie beim Finale anzufeuern?
A: Ich habe noch Kontakt zu Marky_Crash von der Race Trophy und ich freue mich schon darauf, wieder mit ihm in Wien zu spielen. Ich halte auch mit einigen anderen Kontakt, die ich in Vegas mit dem PokerRoom Team kennen lernte, und zwar billybillard, Wieringen und gbpoker. Zumindest ein Freund kommt mit mir nach Wien und ein paar andere haben auch versprochen zu kommen, doch diese Versprechen kamen alle nach ein paar Drinks. Diese Zusagen sind also mit Vorsicht zu genießen!

F: Beim $500.000 Guaranteed Finale steht eine ganze Menge Geld auf dem Spiel. Zwischen dem ersten Platz mit $285.000 und dem sechsten mit $10.000 liegt ein gewaltiger Unterschied. Andererseits ist das Turnier für alle Teilnehmer gewissermaßen ein Freeroll. Denken Sie, dass das Finale deshalb ein schnelles Spiel sein wird, bei dem die Teilnehmer aufs Ganze gehen, oder dass die Spieler eher vorsichtig vorgehen werden in der Hoffnung, eine möglichst hohe Auszahlung zu erlangen?
A: Ich tippe auf Zweiteres. Diese Voraussetzungen schaffen sicherlich eine interessante Dynamik. Die Spieler werden vorsichtig vorgehen, um eine möglichst hohe Auszahlung zu erreichen, sie werden aber auch wissen, dass sie bei einem so großen Sprung vom ersten zum zweiten Platz tatsächlich den ersten Platz anvisieren müssen.

F: Haben Sie schon Pläne, was Sie mit dem Gewinn anfangen werden? Natürlich wird das davon abhängen, welchen Platz Sie erreichen, aber haben sie schon etwas ins Auge gefasst, wenn Sie eine Auszahlung von mindestens $100.000 kassieren?
A: Nein, ich habe keine speziellen Pläne, aber ein gewisser Betrag davon fließt bestimmt wieder ins Pokern: Einiges werde ich für die WSOP nächstes Jahr benötigen und einiges, um gegen eine ausgewählte Gruppe von Spielern online zu spielen.

F: Bei der letzten WSOP erwähnten Sie, dass Sie möglicherweise nach Neuseeland ziehen und als Online-Turnier-Pro am Strand leben wollten. Ist aus dem Plan etwas geworden?
A: Ja. Ich bin letzten Monat vorübergehend hierher gezogen und bisher ist es einfach fantastisch. Ich stehe jeden Tag um 7 Uhr auf, spiele bis 14 oder 15 Uhr Poker und kann am Nachmittag Golf spielen, ins Fitnesscenter gehen oder einfach nur herumhängen. Ich genieße hier einfach einen großartigen Lebensstil.

F: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?
A: Ich würde PokerRoom gerne für diese fantastische Promotion danken und den anderen Finalisten viel Glück wünschen – bis bald in Wien!